Hans-Gerd Pyka

Über sich

Ich wollte einige Jahre lang Indianer werden, Winnetou am liebsten, später Chemiker, dann Mathematiker. Künstler war ich schon immer – wer das Gegenteil behauptet, kann dennoch meine Freundin sein. Mit dem – freiwilligen – Schreiben angefangen habe ich am 4. Februar 1969, also im Alter von dreizehn Jahren. Es handelte sich um ein Tagebuch, hier ein Auszug: „… Marion Fritz und Klara Krassmann am Bach belauscht. Es befindet sich ein Kranbagger befindet sich am Bach. Habe Freude bei mein Laboratorium und Naturlehre … Mittags (12 Uhr) 4 Teller Graupeneintopf gegessen. Nachtisch: Apfelsienen.“ Erstaunlich, dass ich ein Romanautor werden konnte? Heute frage ich mich, ob mich das Schreiben glücklich gemacht hat. Es hat mich ein paar Mal gerettet, schon in der Kindheit, und glücklich wurde ich durch meine Frau und meine Zwillinge. Außerdem: Je mehr ich schrieb, desto weniger Geld verdiente ich, und ich habe viele Jahre sehr wenig verdient. Schließlich: Ich habe meinem Bruder mehr zu verdanken als dem Schreiben und wenn ich schrieb war das manchmal, als hätte ich mich auf eine Rose gesetzt, anstatt sie anzuschauen.

Hans-Gerd Pyka, April 2020
Autor und Filmemacher Hans-Gerd Pyka
© Hans-Gerd Pyka

Veröffentlichungen bei Bartels & Bleil

Hans-Gerd Pyka - Useks Turm

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Hans-Gerd Pyka
Useks Turm, Erzählung

Mit einem Vorwort von Peter Wawerzinek
112 Seiten Paperback, 12 €
ISBN: 
978-3-949682-01-8

«Wenn die Mutter früher, als noch mit Kohle geheizt wurde, in der Nähstube die obere Ofenklappe geöffnet und mit dem Haken die gelbglühenden Kohlen nach hinten geschoben hatte, um Platz für neue zu schaffen, war die Hitze wie ein Stöckser Brennnesselbusch in Roberts Gesicht geknallt, sobald er sich allzu nahe davor gehockt hatte.»

Salzgitter-Lebenstedt, westdeutsche Nachkriegs­gesellschaft. Die Alten reden noch vom Krieg, als die nächste Generation schon wieder um ihr Erwachsenwerden trauert. Das ungleiche Brüder­paar Robert und Alexander eint die Liebe zu einem Mädchen. Sie bleibt unerfüllt, wie die Bemühungen, so etwas wie ein Leben aufzubauen.

Hans-Gerd Pyka Das blutende Modell Erzählung Kurzgeschichten Literatur Berlin

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Hans-Gerd Pyka
Das blutende Modell, Erzählung und Kurzgeschichten
(enthält die Kurzgeschichten Fake und Die goldene Krabbe)

Mit einem Vorwort von Fabian Olbrich
80 Seiten Paperpack, 9 €

«Was hast du so lange gemacht?», fragte ich.
«Geschwitzt und Geschäfte.»
«Und sonst?»
«Was sonst?»
«Familie?»
«Du?», fragte er zurück, beiläufig und schien an etwas anderes zu denken.

Eine Erzählung und zwei Kurzgeschichten über Glück und Glauben.

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Videoarbeiten

Mitgliedschaften

seit 1987 Mitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler (BBK Berlin)

seit 2010 Mitglied des Verbandes Deutscher Schriftsteller (VS)
seit 2020 Mitglied der Albert-Camus-Gesellschaft

 

 

 

 

 

Michael Thiele

Über seine Arbeitsweise

Meine Gedichte schreibe ich auf dem Boden. Ich brauche Platz für Stifte und Papier, für Bücher, Booklets und Laptop, für Schere, Kleber und Schnipsel, da ich meist mit der Cut-up-Methode arbeite. Es grenzt für mich an ein Wunder zu sehen, welche Konstellationen und Bedeutungen sich ergeben, welche Brüche und doppelten Böden sich auftun können, wenn ich meine Notizen, die ich über Tage und Wochen gemacht habe, zerschneide und neu sortiere. Meine Gedichte entstehen zu Musik. Das ist wichtig, weil sich die Musik im Raum entfaltet und mich mit ihrer eigenen Atmosphäre wie ein Zelt umgibt, in dem ich arbeiten kann. Vor allem aber ist es eine Richtung, ein Ansporn, weil für mich die Musik auf so viel mehr Ebenen wirkt, als es die Literatur kann. Ich höre Synthie Pop, Dream Pop, House, Ambient oder einfach Pop, ich höre auf Text und Melodie. Mit dem Gedichttitel ist das so eine Sache: Selten steht er von Anfang an fest, etwa weil ich schon immer ein Gedicht mit diesem einen Titel schreiben wollte. Manchmal ist der Text fertig, aber mir will einfach kein Titel einfallen. Meist ergibt er sich parallel zur Arbeit am Text als etwas Übergeordnetes, eine Art Definition, oder er ist ein Zitat daraus. Wann ist die Arbeit an einem Gedicht abgeschlossen? Wenn ich nicht mehr darüber grüble, wenn ich damit im Reinen bin.

Dichter und Autor Michael Thiele
© Oliver Look

Veröffentlichungen bei Bartels & Bleil

Michael Thiele Tiefsee Gedichte Berlin

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Michael Thiele
Tiefsee wie ein Krake der rückwärts auseinander stäubt, Gedichte
48 Seiten Paperback, 9 €
ISBN: 978-3-949682-03-2

«Ist es möglich, einmal alles / aber auch wirklich alles / zu erzählen?» Womöglich löst sich der Anspruch niemals ein, der
Gedanke steht mit einem Fragezeichen. Aber zählt nicht allein der Versuch?

29 Gedichte über Identität und Herkunft, Geschichte und Schreiben, Liebe und Natur, Krankheit und Traum.